Tinnitus

Tinnitus, was ist das?

Tinnitus bezeichnet Geräusche, die wahrgenommen werden, ohne dass eine externe Schallquelle vorhanden ist.

Er kann sich in verschiedenen Formen äußern, beispielsweise als Pfeifen, Zischen, Summen oder auch als Rauschen. Er kann in einem oder beiden Ohren auftreten und entweder zeitweise oder dauerhaft bestehen.

Tinnitus ist keine eigenständige Krankheit, sondern das Symptom eines anderen Problems.

Einige Zahlen

  • Weltweiten Statistiken zufolge sind in Luxemburg etwa 100.000 Menschen von Tinnitus betroffen.
  • 10 bis 15 % der Tinnituspatienten leiden stark darunter.
  • Die relative Lautstärke eines Tinnitus ist in der Regel mäßig und überschreitet selten 10 dB.

Wie lassen sich die durch Tinnitus verursachten Beschwerden lindern?

  • Vermeiden Sie Stille, da diese die Wahrnehmung des Tinnitus verstärkt. Versuchen Sie, ihn durch Hintergrundgeräusche wie Radio oder Fernsehen zu übertönen.
  • Konzentrieren Sie sich nicht ständig auf den Tinnitus. Versuchen Sie, sich abzulenken, und lernen Sie, ihn als bloßen Hintergrundgeräusch zu akzeptieren.
  • Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil. Stress, Müdigkeit, Alkohol, Koffein oder Nikotin verstärken die Wahrnehmung des Tinnitus.
  • Üben Sie Entspannungstechniken und körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge oder Sport.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Tinnitus?

Tinnitusmessung – die Messung des Tinnitus

Die Tinnitusmessung umfasst eine Reihe von audiometrischen Tests, mit denen die psychoakustischen Merkmale des Tinnitus wie Frequenz, Intensität und das empfundene Belästigungsniveau objektiv erfasst werden. Auch wenn die Tinnitometrie keine Therapie an sich ist, ermöglicht sie den Betroffenen, ihren Tinnitus besser zu verstehen und ihre Behandlung darauf abzustimmen.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die KVT ermöglicht es, unangepasste Gedanken und Verhaltensweisen zu verändern, um die emotionale Reaktion auf den Tinnitus zu verringern. Sie zielt darauf ab, den Tinnitus auf ein nicht störendes Geräusch zu reduzieren, um Ängste und die übermäßige Aufmerksamkeit für die wahrgenommenen Geräusche zu verringern. Dieser Ansatz trägt oft dazu bei, die Belastung zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.

Klangtherapien und Tinnitus-Retraining-Therapie

Klangtherapien nutzen externe Klänge (weißes Rauschen, Naturgeräusche, sanfte Musik), um die Wahrnehmung des Tinnitus zu verändern und die Belastung zu verringern. Sie können mit einer Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) kombiniert werden, die den Einsatz von Klängen mit spezifischen Anleitungen verbindet, um dem Gehirn zu helfen, sich an den Tinnitus zu gewöhnen. Diese Ansätze können mithilfe von Apps, Klanggeneratoren oder Hörgeräten umgesetzt werden.

Hörgeräte

Wenn der Tinnitus mit einem Hörverlust einhergeht, können Hörgeräte eine echte Linderung bringen. Durch die Verbesserung des Hörvermögens verringern sie die Wahrnehmung des Tinnitus. Einige Geräte verfügen zudem über integrierte Klangtherapieprogramme.

Behandlung der damit verbundenen Faktoren

In manchen Fällen kann der Tinnitus durch andere Probleme wie Müdigkeit, Stress, Bruxismus, Kieferbeschwerden oder Infektionen beeinflusst werden. In diesen klar definierten Fällen kann die Behandlung des Tinnitus Physiotherapie, Sophrologie oder medikamentöse Behandlungen umfassen.

 

Weitere Informationen

Der Dienst für Audiologie der Gesundheitsdirektion bietet Unterstützung an, die eine Tinnitusmessung und eine kognitive Verhaltenstherapie auf ärztliche Verordnung umfasst. Außerdem können Informationsveranstaltungen zum Thema Hörgesundheit und Lärm angeboten werden.

Bei Fragen können Sie sich gerne an diesen Dienst wenden.

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