Hörverlust

Mit zunehmendem Alter verschleißen die Zellen im Innenohr und verlieren an Leistungsfähigkeit. Dieser altersbedingte Hörverlust wird als „Presbyakusis“ bezeichnet. Er betrifft Menschen ab 55 Jahren.

Die Presbyakusis verschlimmert sich mit den Jahren und hängt von Ihrer Hörgeschichte ab (Lärmtraumata, laute Freizeitaktivitäten, berufliche Lärmbelastung, ototoxische Medikamente usw.). Im Alter von 70 Jahren leiden 25 % der europäischen Bevölkerung an einer Hörminderung von 30 dB oder mehr.

Die ersten Anzeichen

Die ersten Anzeichen eines Hörverlusts sind oft unauffällig und können unbemerkt bleiben. Im Allgemeinen sind dies folgende Anzeichen:

  • Sie müssen sich das Gesagte wiederholen lassen.
  • Sie verstehen Gespräche in einer lauten Umgebung nur schlecht.
  • Sie stellen Ihr Radio oder Ihren Fernseher lauter.
  • Sie haben ein Pfeifen oder Summen in den Ohren oder das Gefühl, dass Ihre Ohren verstopft sind.
  • Sie müssen sich anstrengen, um einem Gespräch zu folgen, und das ermüdet Sie.

Wenn diese Anzeichen wiederholt auftreten, lassen Sie Ihr Gehör unverzüglich von einem HNO-Arzt untersuchen – es gibt Lösungen, die Ihnen helfen können.

Handeln Sie frühzeitig

Ein Hörverlust schwächt die Nervenverbindungen zwischen Ihren Ohren und Ihrem Gehirn. Es ist wichtig, frühzeitig zu handeln, um einen irreversiblen Rückgang zu vermeiden.

Außerdem lassen sich Hörgeräte leichter anpassen und sind wirksamer, wenn Sie frühzeitig handeln. Je früher Sie etwas unternehmen, desto leichter können Sie sich an die Geräte gewöhnen und sie in vollem Umfang nutzen.

Das Hörgerät

Um einen Hörverlust auszugleichen, wird Ihnen Ihr HNO-Arzt ein Hörgerät empfehlen. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, das Geräusche entsprechend Ihren Bedürfnissen verstärkt.

Moderne Hörgeräte sind intelligente Kopfhörer. Sie sind diskret, leicht und bequem, werden an Ihre Ohren angepasst, nutzen künstliche Intelligenz zur Geräuschunterdrückung und können mit Ihren Geräten (Telefon, Fernseher, Computer) verbunden werden.

Der Spezialist für Hörgeräte ist der Hörgeräteakustiker. Dieser analysiert zunächst Ihr Gehör und Ihren Lebensstil im Detail. Auf der Grundlage dieser Messungen und Ihres Budgets kann er Ihnen mehrere Geräte zur Auswahl vorschlagen und diese programmieren.

Die Kosten für Hörgeräte werden von der Sozialversicherung und bestimmten Zusatzversicherungen übernommen (siehe unten „Weitere Informationen”).

5 wichtige Tipps für eine erfolgreiche Anpassung

  1. Verstehen Sie Ihr Gehör
    Bitten Sie Ihren Hörgeräteakustiker, Ihnen die Ergebnisse der Hörtests zu erklären. Welche Frequenzen sind betroffen? Welche Auswirkungen hat dies auf Ihr Gehör? Wie groß ist die Verbesserung durch das Hörgerät? Fragen Sie vor allem nach Details zur Zielkurve für eine optimale Anpassung und Ihrer aktuellen Situation im Vergleich dazu.
  2. Vergleichen Sie mehrere Modelle
    Bitten Sie Ihren Hörgeräteakustiker, Ihnen die Unterschiede zu erklären, und probieren Sie 2-3 verschiedene Hörgeräte aus. Seit Januar 2025 erstattet die Sozialversicherung Hörgeräte der mittleren Preisklasse in jeder Form und für jede Art von Hörverlust vollständig. Sofern Sie dies nicht ablehnen, muss Ihr Hörgeräteakustiker Ihnen ein vollständig erstattungsfähiges Hörgerät anbieten.
  3. Hören Sie auf Ihren Hörgeräteakustiker
    Um eine gute Wahl zu treffen, befolgen Sie die professionellen Ratschläge Ihres Hörgeräteakustikers und legen Sie mehr Wert auf die technischen Eigenschaften des Geräts als auf das Aussehen.
  4. Tragen Sie Ihre Geräte jeden Tag
    Ihr Gehirn muss sich wieder daran gewöhnen, bestimmte Geräusche zu hören. Sie sind ständig von vertrauten Geräuschen umgeben, die Sie neu entdecken können. Auch wenn es anfangs schwierig sein mag, gewöhnen Sie sich daran, Ihr Gerät jeden Tag zu tragen.
  5. Lassen Sie sich regelmäßig nachuntersuchen
    Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem Hörgeräteakustiker, um die Geräte technisch warten zu lassen und ihre Einstellungen an Ihre Fortschritte und Erwartungen anzupassen.

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