Veränderbar (auf die man Einfluss nehmen kann)

Rauchen

Tabak begünstigt die Verengung der Arterien, die Bildung von Blutgerinnseln und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Langfristig schädigt er die Arterien nach und nach. Das Risiko ist unabhängig von der Art des Tabaks gleich (Zigaretten mit oder ohne Filter, Pfeife, Zigarre, Wasserpfeife, Kautabak, E-Zigarette).

Das kardiovaskuläre Risiko, insbesondere das Risiko eines Herzinfarkts, ist auch bei Passivrauchen erhöht.

Bluthochdruck

Der Blutdruck entspricht der Kraft, mit der das Blut durch die Arterien fließt. Er wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen und durch zwei Zahlen ausgedrückt: zum Beispiel 130/80 mmHg, wobei die erste Zahl den Druck beim Zusammenziehen des Herzens (systolisch) und die zweite den Druck beim Entspannen des Herzens (diastolisch) angibt.

Von Bluthochdruck spricht man, wenn der erste Wert 140 mmHg und/oder der zweite 90 mmHg übersteigt. In diesem Fall muss das Herz eine größere Anstrengung leisten, und die Arterien können Schaden nehmen. Daher ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig kontrollieren zu lassen und dies mit dem Arzt zu besprechen.

Cholesterin

Cholesterin ist für das reibungslose Funktionieren des Körpers unerlässlich. Ein Überschuss ist jedoch gesundheitsschädlich. Man unterscheidet zwischen „schlechtem Cholesterin“ (oder LDL-Cholesterin) und „gutem Cholesterin“ (oder HDL-Cholesterin). Eine Blutuntersuchung auf nüchternen Magen ermöglicht es, einen Überschuss an LDL-Cholesterin, auch Hypercholesterinämie genannt, festzustellen. Wenn der LDL-Cholesterinspiegel erhöht ist, lagert es sich in Form von Fettablagerungen (Atheromplaques) an den Arterienwänden ab. Mit der Zeit können diese Ablagerungen zunehmen, den Blutfluss verlangsamen und sogar blockieren: Dies wird als Arteriosklerose bezeichnet.

Triglyceride

Triglyceride sind ein Teil der Lipide. Ein erhöhter Triglyceridspiegel im Blut (Hypertriglyceridämie) erhöht das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln, allerdings weniger stark als ein isolierter Anstieg des Cholesterinspiegels.

Das Risiko für das Auftreten eines kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Ereignisses ist deutlich höher, wenn die Hypertriglyceridämie mit einem erhöhten Spiegel an schlechtem Cholesterin (LDL-Cholesterin) einhergeht.

Eine gesunde Ernährung kann Triglyceride und Cholesterin senken.

Diabetes

Wenn der Blutzuckerspiegel (der Zucker- oder Glukosespiegel im Blut) bei mindestens zwei Messungen im nüchternen Zustand über 1,26 g/l liegt, gilt eine Person als diabetisch. Bei schlecht eingestelltem Diabetes schädigt der Überschuss an Glukose im Blut die Arterienwände und verursacht Gefäßschäden (6,5 % der Bevölkerung).



Übergewicht

Man spricht von Übergewicht, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 25 liegt, und von Adipositas, wenn er über 30 liegt. Zur Berechnung können Sie einen Rechner verwenden.

 

Ungesunde Ernährung

Eine unausgewogene Ernährung, die zu kalorienreich ist, zu wenig Obst und Gemüse enthält und reich an Fetten und Zucker ist, begünstigt das Auftreten von Stoffwechselerkrankungen: Übergewicht und Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bewegungsmangel

Jeder Erwachsene, der sich täglich weniger als 30 Minuten körperlich betätigt, gilt als bewegungsarm. Eine halbe Stunde Gehen pro Tag kann bereits ausreichen, um das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken.

Alkohol

Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko und begünstigt das Auftreten von Bluthochdruck, Angina pectoris, alkoholbedingter Kardiomyopathie (Schädigung des Herzmuskels), Herzrhythmusstörungen oder sogar einem Schlaganfall.

Stress / Psychische Gesundheit

Stress ist eine normale Reaktion des Körpers auf bestimmte Lebensereignisse. Wenn Stress über einen längeren Zeitraum anhält (chronischer Stress), beeinträchtigt er die Lebensqualität. Die Ursachen sind vielfältig (schwierige familiäre Situation, Arbeitsüberlastung usw.).

Stress äußert sich auf verschiedene Weise: auf körperlicher Ebene (insbesondere durch einen Anstieg des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels), aber auch auf psychischer und emotionaler Ebene. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein Risikofaktor für Depressionen und eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit. Es scheint zudem, dass Depressionen ebenfalls ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind.

Schlafstörungen

Der Zusammenhang zwischen chronischem Schlafmangel und kardiovaskulärem Risiko ist heute in der wissenschaftlichen Literatur eindeutig belegt. Die Qualität und Quantität des Schlafs haben einen erheblichen Einfluss auf die kardiovaskuläre Gesundheit.

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