Herz-Gefäß- und neurologische Erkrankungen
Hintergrund in Luxemburg und weltweit
Weltweit sind kardiovaskuläre und neurologische Erkrankungen (CVD) nach wie vor die häufigste Todesursache: Sie sind für mehr als 18,6 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich, was fast einem Drittel der Gesamtsterblichkeit entspricht, und liegen damit noch vor Krebserkrankungen.
In Luxemburg stellen sie ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit dar: Im Jahr 2021 waren sie die zweithäufigste Todesursache mit 1.049 registrierten Todesfällen, darunter 509 Männer und 540 Frauen, die an Erkrankungen des Kreislaufsystems litten, sowie 214 Todesfälle im Zusammenhang mit neurovaskulären Erkrankungen.
Auch wenn die Zahlen dank therapeutischer Fortschritte und des Rückgangs des Tabakkonsums tendenziell sinken, belasten ischämische Herzerkrankungen und Schlaganfälle das Gesundheitssystem weiterhin stark. Im Jahr 2022 lag die Hospitalisierungsrate für ischämische Schlaganfälle noch bei 117,3 pro 100.000 Einwohner. Über die Krankenhäuser hinaus haben diese Erkrankungen tiefgreifende Auswirkungen auf die Familien und die Kosten im öffentlichen Gesundheitswesen.
Dabei könnten bis zu 80 % der nicht-tödlichen chronischen nicht-infektiösen Erkrankungen durch einen gesünderen Lebensstil, frühzeitigere Vorsorgeuntersuchungen und angepasste Behandlungen vermieden werden.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Luxemburg seinen Nationalen Plan für nicht-tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen 2023–2027 ins Leben gerufen. Diese nationale Strategie zielt darauf ab, die Sterblichkeit und die mit diesen Erkrankungen verbundenen Komplikationen zu senken, indem die Prävention verstärkt, die Früherkennung verbessert und besser koordinierte Versorgungswege gefördert werden.
Nationaler Plan
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