Diagnose
Die Diagnose ist in den meisten Fällen klinisch:
- entsprechendes Alter;
- bezeichnende Symptome;
- Amenorrhö seit ≥ 12 Monaten.
Hormonbestimmungen sind in der Regel nicht erforderlich, außer in besonderen Situationen.
Bei Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel anwenden, können die Zyklen verändert oder unterdrückt sein, was eine klinische Bestätigung der Menopause unmöglich macht; daher ist eine individuelle Beurteilung erforderlich.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit (2025) zeigt, dass bestimmte psychische Symptome der Menopause, wie Stimmungs- oder Schlafstörungen, nicht immer als solche erkannt werden, was die Diagnose und Behandlung verzögern kann*.
Die Empfehlungen des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) betonen, dass sich die Menopause durch eine Vielzahl von Symptomen äußern kann, darunter insbesondere Schlaf- und Stimmungsstörungen. Sie legen Wert auf eine an die Symptome der Patientin angepasste Behandlung und auf eine vorwiegend klinische Diagnose, wobei Hormonbestimmungen nur in bestimmten Situationen angezeigt sind.
Ebenso weist die International Menopause Society darauf hin, dass das Auftreten der Symptome oft früher eintritt, als die auf Menstruationsunregelmäßigkeiten basierenden Kriterien vermuten lassen, und macht damit die Grenzen eines ausschließlich auf diesen Kriterien beruhenden Ansatzes deutlich.
Zusammen zeigen diese Daten die Bedeutung einer umfassenden klinischen Beurteilung, die die vielfältigen Symptome berücksichtigt, von denen die Patientinnen berichten.
Zum letzten Mal aktualisiert am