Geräusche und Lärm
Extra-aurale Wirkungen von Lärm auf den Organismus
Extra-aurale Lärmwirkungen resultieren aus der Exposition gegenüber akustischen Belastungen, betreffen aber nicht das Gehör, das heißt, es handelt sich um Lärm, der das Hörsystem nicht schädigt.
Lärm, selbst bei relativ geringer Intensität, kann durch die Belästigung und Störung, die er verursacht, als „Stressfaktor“ wirken und so die Gesundheit im weitesten Sinne beeinträchtigen. Die negativen Auswirkungen von Lärm hängen davon ab, wie der Einzelne sie wahrnimmt. Die objektivierbaren Wirkungen der Lärmbelastung sind Verengungen der peripheren Blutgefäße, eine langsame und tiefe Atmung, eine Veränderung des elektrischen Hautwiderstands und eine leichte Veränderung des Muskeltonus, Schlafstörungen, die Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz.
Schädliche Wirkungen auf das Gehör
Es wird wie folgt unterschieden:
- Akutes Lärmtrauma: Die Hörstörungen treten nach kurzen, aber heftigen Schallereignissen (Explosionen, Knall) auf.
- Chronisches Lärmtrauma: Die Hörstörung tritt als Folge eines (jahre-)lang anhaltenden Lärmtraumas auf.
Ist die Schädigung so stark, dass die Alltagssprache nicht mehr verstanden werden kann, spricht man von lärmbedingter Schwerhörigkeit.
Dauerhafte Lärmbelastung, wie dies häufig in der Arbeitswelt der Fall ist, führt zunächst zu einer reversiblen Hörstörung (TTS = Temporary Threshold Shift). Die Dauer der Erholungszeit ist abhängig vom Ausmaß der TTS. Betrifft die nächste Lärmbelastung ein Hörorgan, das sich noch nicht vollständig erholt hat, führt dies zu einer dauerhaften Schädigung (PTS = Permanent Threshold Shift).
Bei Lautstärken unter 85 dB(A) sind keine Hörschäden zu erwarten, aber mit zunehmender Schallintensität steigt das Risiko von Hörschäden.
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