Medikamente und Hitze

Manche Medikamente können beeinflussen, wie der Körper auf Hitze reagiert.

Warum ist besondere Vorsicht wichtig?

Bestimmte Behandlungen können:

  • die Temperaturregulation des Körpers beeinträchtigen
  • eine Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel) verstärken
  • die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten verändern

Die Folge: ein erhöhtes Risiko für Unwohlsein, starke Müdigkeit oder Komplikationen – insbesondere bei älteren Menschen oder Personen, die mehrere Medikamente einnehmen.

Und die Sonne?

Einige Medikamente können außerdem Hautreaktionen bei Sonneneinstrahlung verursachen (Rötungen, Verbrennungen, teilweise schwere Hautreizungen).

Beispiele für die wichtigsten Risikosituationen

Medikamente, die eine Dehydrierung verstärken können

> Sie erhöhen den Flüssigkeitsverlust oder verringern das Durstgefühl.

Beispiele:

  • Diuretika (harntreibende Medikamente)
  • Abführmittel
  • Bestimmte blutdrucksenkende Medikamente (Antihypertensiva)

Medikamente, die die Temperaturregulation beeinträchtigen können

> Sie können verhindern, dass sich der Körper ausreichend abkühlt.

Beispiele:

  • Anticholinergika
  • Neuroleptika (Antipsychotika)
  • Antidepressiva
  • Sedierende Antihistaminika

Medikamente, deren Wirkung durch Hitze verändert werden kann

> Risiko einer Überdosierung oder einer verminderten Wirksamkeit.

Beispiele:

  • Insulin (erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen)
  • Herz-Kreislauf-Medikamente
  • Bestimmte Langzeitbehandlungen, die empfindlich auf Dehydrierung reagieren

Medikamente, die das Risiko einer Photosensibilisierung erhöhen

> Teilweise schwere Hautreaktionen möglich.

Beispiele:

  • Antibiotika (z. B. Tetrazykline)
  • NSAR – nichtsteroidale Antirheumatika (einschließlich Ketoprofen zur äußerlichen Anwendung)
  • Bestimmte Antidepressiva

> Ketoprofen-Gel birgt ein besonders hohes Risiko für potenziell schwere Hautreaktionen, auch nach indirekter Sonneneinstrahlung.

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