Moskito - Asiatische Tigermücke

Was ist die Asiatische Tigermücke?

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine invasive Art, die ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südostasiens stammt.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sie sich nach und nach weltweit ausgebreitet, insbesondere in Europa. Dies ist vor allem auf den internationalen Handel und den Reiseverkehr zurückzuführen.

Warum stellt sie eine Gefahr dar?

Sticht eine Asiatische Tigermücke eine Person, die mit einem Virus infiziert ist, kann sie selbst zum Überträger werden und das Virus bei späteren Stichen auf andere Menschen übertragen. Zu den Krankheiten, die sie übertragen kann, gehören:

  • Denguefieber
  • Chikungunya
  • Zika-Virus-Erkrankung

Wie hoch ist das Infektionsrisiko in Luxemburg?

  • Die Asiatische Tigermücke wurde bereits vereinzelt in Luxemburg nachgewiesen. Sie ist im Land jedoch noch nicht etabliert und vermehrt sich hier bislang nicht dauerhaft. Derzeit überlebt sie den Winter in Luxemburg nicht.
  • In Luxemburg wurden bisher keine Fälle einer lokalen beziehungsweise autochthonen Übertragung von Krankheiten gemeldet, die durch diese Mücke übertragen werden. Bei allen bislang erfassten Fällen handelte es sich um importierte Infektionen bei Personen, die sich im Ausland angesteckt hatten.
  • In den Nachbarländern ist die Mücke jedoch bereits weit verbreitet, insbesondere in Frankreich und seit Kurzem auch in Teilen Belgiens und Deutschlands.
  • Im französischen Mutterland wurden in Gebieten, in denen die Asiatische Tigermücke etabliert ist, bereits lokale Übertragungen von Viren wie Dengue und Chikungunya festgestellt. Solche Fälle traten lange Zeit nur vereinzelt auf, haben jedoch seit 2022 zugenommen und werden zunehmend auch weiter nördlich gemeldet.
  • Obwohl die Asiatische Tigermücke derzeit noch nicht in Luxemburg etabliert ist, könnte sie sich in den kommenden Jahren leichter ansiedeln. Gründe dafür sind insbesondere zunehmend günstigere klimatische Bedingungen sowie die wiederholte Einschleppung von Mücken durch den Reiseverkehr und den Warentransport.
  • Eine lokale Übertragung von Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren kann daher nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko könnte in Zukunft zunehmen.
  • Eine lokale Übertragung könnte auftreten, wenn eine im Ausland infizierte Person nach Luxemburg zurückkehrt, während sich das Virus noch in ihrem Blutkreislauf befindet, und anschließend von einer Asiatischen Tigermücke gestochen wird. Die Mücke könnte das Virus danach durch weitere Stiche auf andere Personen übertragen.

Wie erkennt man die Asiatische Tigermücke?

Die Asiatische Tigermücke ist relativ klein und schwarz gefärbt und weist auffällige weiße Markierungen auf. Auf ihrem Rücken (Thorax) beziehungsweise Brustabschnitt verläuft ein deutlich sichtbarer weißer Längsstreifen. Auch ihre Beine sind weiß gestreift. Die Hinterbeine weisen fünf charakteristische weiße Ringe auf.

Sie lässt sich dadurch von Stechmücken der Gattung Culex unterscheiden, die in Luxemburg häufig vorkommen. Culex-Mücken sind in der Regel bräunlich und haben keine Streifen.

Im Gegensatz zu Culex-Mücken, die vor allem nachts sowie in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv sind und häufig in Innenräumen vorkommen, ist die Asiatische Tigermücke überwiegend tagsüber aktiv. Sie hält sich bevorzugt im Freien an schattigen, bewachsenen Orten auf und meidet direkte Sonneneinstrahlung.

Wie können Sie dazu beitragen, die Ansiedlung der Asiatischen Tigermücke zu verhindern?

Beseitigen Sie stehendes Wasser, das den Mücken als Eiablage- und Brutstätte dienen kann.

  • Entfernen oder leeren Sie regelmäßig Blumentopfuntersetzer, Spielzeug, Eimer, alte Reifen und andere Behälter, in denen sich Wasser ansammeln kann.
  • Decken Sie Regentonnen und andere Regenwasserbehälter mit einem Deckel oder einem feinmaschigen Netz ab.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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