Agentur der Europäischen Union für Drogen (EUDA, PFLAD, RELIS)
Luxemburgischer Knotenpunkt der Drogenagentur der Europäischen Union (PFLAD)
Beim luxemburgischen Knotenpunkt der Drogenagentur der Europäischen Union (Point focal luxembourgeois de l’Agence de l’Union européenne sur les drogues (PFLAD) handelt es sich um ein Beobachtungs- und Fachzentrum im Bereich Drogen und Drogensucht.
Der gemeinsam vom Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit und der EUDA finanzierte PFLAD widmet sich der Datenerhebung, -validierung, -erzeugung und -verbreitung zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit Drogen und Drogensucht, einschließlich deren Auswirkungen und Konsequenzen in Luxemburg. Neben thematischen Forschungsarbeiten veröffentlicht der luxemburgische Anlaufpunkt nationale Berichte und andere wissenschaftliche Dokumente über die Drogenproblematik im Großherzogtum Luxemburg.
Seit seiner Gründung im Jahr 1994 entwickelte der PFLAD ein nationales Netzwerk zur Überwachung von Drogen und Drogensucht – das Réseau Luxembourgeois d’Information sur les Stupéfiants et les Toxicomanies (RELIS). Das sektorübergreifende RELIS-Netzwerk umfasst nationale ambulante und stationäre Spezialbehandlungszentren, Beratungsstellen, Krankenhäuser sowie die zuständigen Justiz- und Strafverfolgungsbehörden. Diesem Netzwerk ist die Einrichtung der nationalen Datenbanken, die jährlich aktualisiert werden, zu verdanken.
Durch die Koordinierung des RELIS-Netzwerks können der Stand der Drogenproblematik, insbesondere unter Verwendung der von der EUDA definierten epidemiologischen Indikatoren, und neue Trends in Sachen Drogenkonsum und Drogenmarkt überwacht werden. Auf diese Weise deckt der PFLAD den Bedarf der EUDA an nationalen Daten und trägt zur Erstellung der europäischen Berichte bei.
Die Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA)
Verlässliche Informationen sind für die Erarbeitung einer effektiven Drogenpolitik unabdingbar: Gemäß diesem Grundsatz besteht die Hauptaufgabe der EUDA darin, Informationen über die Drogen- und Drogensuchtproblematik zu sammeln, zu analysieren und zu verbreiten, um objektive, verlässliche und auf europäischer Ebene vergleichbare Daten zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck stellt der PFLAD jährlich Daten über die nationale Drogen- und Drogensuchtproblematik für die EUDA bereit.
Die von der EUDA ver- bzw. erarbeiteten statistischen und technischen Informationen sowie Dokumentationen tragen dazu bei, der Europäischen Kommission und ihren Mitgliedstaaten einen Überblick über die Drogenproblematik in Europa zu verschaffen. Die Ergebnisse der Datensammlung, -überwachung und -analyse werden politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten in der EU zur Verfügung gestellt, um sie über wirksame Instrumente und Strategien zur Bewältigung des Drogenproblems zu informieren.
Die Arbeit der EUDA erstreckt sich über ihren Hauptsitz in Lissabon hinaus und umfasst ein Netzwerk von Anlaufpunkten (REITOX); die europäische Verordnung, die die Aktivitäten der EUDA regelt, verlangt, dass jeder Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) und jedes andere Land, das an der Arbeit der EUDA teilnimmt, über einen Anlaufpunkt verfügt, der für die Datenerhebung auf nationaler Ebene verantwortlich ist.
Europäisches Informationsnetzwerk für Drogen und Drogensucht (REITOX)
Zur Erfüllung ihres Auftrags stützt sich die EBDD auf ein Netzwerk nationaler Anlaufpunkte und weiterer wichtiger Partner, die mit der Datenerhebung betraut sind und die zusammen das Europäische Informationsnetzwerk für Drogen und Drogensucht (REITOX) bilden. Das REITOX-Netzwerk wurde gleichzeitig mit der EBDD im Jahr 1993 gegründet und umfasst derzeit alle EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen.
Das REITOX-Netzwerk ist der Eckpfeiler des europäischen Systems zur Überwachung und zum Austausch von drogenspezifischen Daten und Informationen. Die von diesem Netzwerk erhobenen Daten werden auch dazu verwendet, um die Bewertung der EU-Aktionspläne in Sachen Drogenproblematik zu unterstützen. Darüber hinaus helfen diese Daten, die EU-Drogenpolitik zu lenken und Empfehlungen zu entwickeln, damit die Länder geeignete Maßnahmen für die Organisation der Aktivitäten in den Bereichen Therapie, Prävention und Schadensminderung ergreifen. Schließlich beteiligen sich die Anlaufpunkte an einem Frühwarnsystem (Early Warning System - EWS) und berichten der EBDD über neue Trends beim Gebrauch psychoaktiver Substanzen und/oder neue Konsummuster, die ein potenzielles Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen.
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