Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS)

Die digitale Gesundheitsversorgung durch die Umsetzung des EHDS in Luxemburg vorantreiben

Was ist der EHDS?

Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS – European Health Data Space) ist eine Verordnung der Europäischen Union, die einen sicheren und interoperablen Zugang zu Gesundheitsdaten innerhalb der gesamten Europäischen Union ermöglichen soll. Für Luxemburg stellt der EHDS einen wichtigen Schritt hin zu einem digitalen, vernetzten und patientenzentrierten Gesundheitssystem dar.

Warum ist der EHDS wichtig?

Das Hauptziel der Verordnung besteht darin, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern, Bürgerinnen und Bürgern mehr Kontrolle über ihre Gesundheitsinformationen zu geben sowie Forschung und Innovation zu fördern. Durch die Umsetzung des EHDS trägt Luxemburg dazu bei, die Gesundheitsversorgung nahtloser, fundierter und zugänglicher zu gestalten.

Primäre und sekundäre Datennutzung

Der EHDS unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Nutzung von Gesundheitsdaten:

  • Primäre Nutzung bezeichnet die Erhebung und Verwendung von Daten unmittelbar für die Versorgung einer Person, beispielsweise für Diagnosen, Behandlungen und die Koordinierung der medizinischen Versorgung.
  • Sekundäre Nutzung bezeichnet die Verwendung anonymisierter oder pseudonymisierter Gesundheitsdaten für Zwecke, die über die individuelle Patientenversorgung hinausgehen, etwa für medizinische Forschung, Gesundheitsplanung, Innovation oder politische Entscheidungsfindung. Dadurch können Erkenntnisse aus Gesundheitsdaten genutzt werden, um Gesundheitssysteme zu verbessern, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln und nationale Gesundheitspolitiken zu unterstützen – unter strikter Wahrung des Datenschutzes.

Wer profitiert davon?

Bürgerinnen und Bürger erhalten einen sicheren Zugang zu ihren persönlichen Gesundheitsdaten und können selbst festlegen, wer auf diese Daten zugreifen darf. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, fundierte Entscheidungen über ihre Gesundheitsversorgung zu treffen.

Gesundheitsfachkräfte profitieren von interoperablen Systemen, die die Patientenversorgung erleichtern, den administrativen Aufwand verringern und Zugang zu aggregierten Gesundheitsinformationen bieten, welche die klinische Entscheidungsfindung unterstützen.

Forschende sowie politische Entscheidungsträger erhalten Zugang zu hochwertigen, standardisierten anonymisierten bzw. pseudonymisierten Daten. Dies ermöglicht präzisere Studien, beschleunigt Innovationen und unterstützt eine evidenzbasierte Politikgestaltung.

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