Geräusche und Lärm

Schädliche Auswirkungen von Lärm auf die allgemeine Gesundheit

Die Wirkung von Lärm hängt davon ab, wie er von der betroffenen Person wahrgenommen wird. Selbst bei geringer Intensität kann er aufgrund der verursachten Belästigung und Störungen als Stressfaktor wirken. Dadurch kann er sich negativ auf die Gesundheit insgesamt auswirken. Zu den möglichen Folgen von Lärmbelastung gehören:

  • ein Anstieg von Cortisol und Adrenalin;
  • ein Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz;
  • Schlafstörungen;
  • mentale Ermüdung und verminderte Konzentration;
  • erhöhte Reizbarkeit;
  • eine Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens.

Schädliche Auswirkungen von Lärm auf das Gehör

Man unterscheidet zwei Hauptformen von Hörschäden:

  • Akutes Lärmtrauma: Hörstörungen treten infolge kurzer, aber sehr intensiver Schallereignisse auf, wie etwa Explosionen oder Detonationen.
  • Chronisches Lärmtrauma: Hörstörungen entstehen durch eine langfristige Lärmbelastung über einen längeren Zeitraum, häufig über mehrere Jahre hinweg.

Eine dauerhafte Lärmbelastung, wie sie häufig im beruflichen Umfeld vorkommt, führt zunächst zu einer reversiblen Hörstörung. Erfolgt eine erneute Lärmeinwirkung, bevor sich das Gehör erholt hat, kann dies zu einer dauerhaften Schädigung führen.

In erster Linie können Schädigungen des Hörorgans zu einem Hörverlust führen. Je nach Schweregrad und betroffenen Frequenzen kann dieser die Sprachverständlichkeit beeinträchtigen und eine Behinderung darstellen.

Neben dem Hörverlust zählen zu den häufigsten Folgen von Lärmtraumata Tinnitus, Hyperakusis (übersteigerte Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen) sowie Klangverzerrungen.

Eine tägliche Expositionsdauer von 8 Stunden bei einer Intensität von 85 dB(A) gilt als Grenzwert, ab dem das Risiko für eine dauerhafte Hörschädigung deutlich ansteigt. Je höher die Schallintensität und/oder je länger die Expositionsdauer, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Hörstörungen zu entwickeln.

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