Symptome und Diagnose
Die Symptome
Die Endometriose tritt meist in den Bereichen um die Gebärmutter herum auf, kann aber auch die Harnblase oder den Darm betreffen. Seltener sind Bereiche außerhalb des Beckens möglich, insbesondere im Brustbereich.
Einige Symptome können während der Menstruation auftreten, insbesondere:
- starke Menstruationsschmerzen, die die Ausübung gewohnter Aktivitäten verhindern können;
- starke Regelblutungen, die einen Wechsel der Hygieneartikel alle 1 bis 2 Stunden erfordern oder zu Auslaufen führen können, so dass sogar Flecken auf der Kleidung auftreten können. Starke Regelblutungen können zu einer Anämie führen (Eisenmangel im Blut), was Müdigkeit und Atemnot verursacht.
Weitere Symptome können jederzeit auftreten:
- Schmerzen im Unterbauch und im unteren Rücken (Beckenbereich);
- Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen;
- Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr;
- Starke Müdigkeit (Asthenie);
- Schmerzen oder Blutungen in anderen Bereichen, insbesondere im Brustbereich, die zu Atemnot oder Bluthusten führen können.
Schwierigkeiten bei der Empfängnis sowie Stimmungs- oder Angststörungen können damit auch einhergehen.
Die Diagnose
Die Symptome der Endometriose variieren stark von Person zu Person und sind oft wenig charakteristisch, sodass sie denen anderer Erkrankungen ähneln können, was die Diagnose für medizinisches Fachpersonal manchmal erschwert. Manche Menschen mit Symptomen kennen diese Erkrankung möglicherweise nicht, während andere daran leiden, ohne Anzeichen zu verspüren. Im Durchschnitt wird die Diagnose erst nach 4 bis 12 Jahren gestellt.
Eine sorgfältige Analyse der Menstruationsgeschichte, einschließlich der Art der Schmerzen, der Stärke der Blutungen und der damit verbundenen Symptome, kann bei der Diagnose helfen.
In bestimmten Situationen kann eine laparoskopische Operation (eine Operationstechnik, bei der durch kleine Schnitte in der Bauchdecke im Bauchraum gearbeitet wird) vorgeschlagen werden, um die Läsionen direkt zu betrachten oder Gewebeproben zu untersuchen. Eine Diagnose kann auch auf der Grundlage der beschriebenen Symptome und bildgebender Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT gestellt werden, ohne dass vor Beginn der Behandlung systematisch ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist.
Neue Ansätze zur frühzeitigen Erkennung der Krankheit werden derzeit entwickelt, darunter einfache Symptom-Checklisten, Blutanalysen sowie Selbsttests auf Basis von Speichel oder Menstruationsblut.
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