Umsetzungskontext
Warum Luxemburg die Krankheitsüberwachung modernisiert
Die COVID-19-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig eine epidemiologische Überwachung ist, die Gesundheitssignale schnell erkennt, sie koordiniert auswertet und Entscheidungen auf eine verlässliche Datenbasis stützt. In Luxemburg – wie auch in vielen anderen Ländern – besteht eine zentrale Herausforderung darin, von noch teilweise fragmentierten Systemen und Informationsflüssen zu einem stärker integrierten, reaktionsfähigeren Modell überzugehen, das besser mit den europäischen und internationalen Vorgaben übereinstimmt. Diese Vorgaben sind insbesondere in der EU-Verordnung (EU) 2022/2371 über schwerwiegende grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren sowie in den Internationalen Gesundheitsvorschriften der Weltgesundheitsorganisation festgelegt, die nach der Pandemie im Jahr 2024 überarbeitet wurden.
Das PHRESH-Projekt (Public Health Rapid Epidemiological Surveillance Hub) ermöglicht diese Transformation. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus jüngsten Krisen und der Ergebnisse zweier nationaler Überwachungsprüfungen verfolgt PHRESH das Ziel, die Überwachung von Infektionskrankheiten in Luxemburg zu modernisieren, indem Datenflüsse im öffentlichen Gesundheitswesen digitalisiert, besser vernetzt und beschleunigt werden. So stärkt das Projekt die Fähigkeit des Landes, Gesundheitssignale frühzeitig zu erkennen, nutzbare Informationen zu gewinnen und schnelle, koordinierte Entscheidungen im Einklang mit europäischen und internationalen Vorgaben zu unterstützen.
Ein Projekt, gefördert durch das EU4Health-Programm
PHRESH wird von der Europäischen Union im Rahmen des EU4Health-Programms durch den Aufruf EU4H-2023-DGA-MS-IBA-01 kofinanziert Diese Finanzierung unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, ihre Kapazitäten in den Bereichen Vorsorge, Überwachung und Reaktion auf grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen zu stärken – im Einklang mit den europäischen Prioritäten für die Gesundheitssicherheit.
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