Konferenz über Legionellen

 

Die Konferenz „Legionellen: antizipieren, vorbeugen und handeln“, die am 22. April 2026 stattfand, brachte verschiedene Fachbereiche rund um ein zentrales Thema der öffentlichen Gesundheit zusammen: Risiken im Zusammenhang mit Legionellen besser zu verstehen, zu überwachen und zu verhindern. Die Beiträge behandelten Erfahrungen aus einem Ausbruch, die Labordiagnostik sowie die Analyse umweltbedingter Risiken.

„Erfahrungen aus einem Legionellose-Ausbruch: Welchen Beitrag kann der neue Rechtsrahmen zur Prävention leisten?“

Dr Anne Vergison, Amtsärztin, Leiterin der Abteilung Gesundheitsinspektion, Gesundheitsdirektion.

Dieser Beitrag blickte auf den Legionellose-Ausbruch zurück, der im Juli 2025 in Steinfort nach einer Hitzewelle auftrat. Außerdem wurden die Grundzüge des neuen, derzeit in Entwicklung befindlichen Rechtsrahmens vorgestellt, der auf Risikobewertung, Überwachung prioritärer Einrichtungen und der raschen Umsetzung von Korrekturmaßnahmen beruht.

„Legionellen: Labordiagnostik“

Dr Monique Perrin, Leiterin des MYCOBAC-Dienstes, Nationales Gesundheitslabor.

Der Vortrag stellte die wichtigsten diagnostischen Instrumente vor: Urin-Antigentest, respiratorische PCR, Kultur sowie ergänzende Analysen im Umfeld bestätigter Fälle. Die Präsentation erinnerte insbesondere daran, dass Urin-Antigentests nicht alle Serogruppen nachweisen, sondern hauptsächlich Legionella pneumophila Serogruppe 1, und dass eine respiratorische Probe weiterhin unerlässlich ist, um die Diagnose zu ergänzen und die epidemiologische Untersuchung zu unterstützen.

„Analyse des Umweltrisikos im Zusammenhang mit der Verbreitung von Legionella“

Henry-Michel Cauchie, Leiter der Forschungsgruppe „Umweltmikrobiologie“, Luxembourg Institute of Science and Technology.

Dieser Beitrag erläuterte, wie Legionellen in aquatischen Milieus, Biofilmen, Sedimenten und technischen Anlagen, die Aerosole erzeugen, überdauern können. Diese Präsentation blickte auf das Management des Legionellose-Ausbruchs zurück, der im Juli 2025 in Steinfort nach einer Hitzewelle auftrat. Sie stellte außerdem die Grundzüge des neuen regulatorischen Rahmens vor, der auf der europäischen Richtlinie 2020/2184 und ihrer Umsetzung auf nationaler Ebene beruht, mit einem Ansatz, der auf Risikobewertung, Überwachung prioritärer Einrichtungen und der raschen Umsetzung von Korrekturmaßnahmen basiert.

Gemeinsam machten die Beiträge eine zentrale Priorität deutlich: den Übergang von einer punktuellen Reaktion zu einer nachhaltigen Präventionsstrategie. Risiken frühzeitig zu erkennen, die beteiligten Akteure zu koordinieren und Fälle rasch zu dokumentieren, bleibt entscheidend, um die gesundheitlichen Auswirkungen von Legionellen zu begrenzen.

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