Informationen zur Grippe

Die Grippe ist eine ansteckende Erkrankung. Sie wird über die Luft (Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen), direkt bei engem Kontakt mit einer erkrankten Person oder durch Kontakt mit Händen oder kontaminierten Gegenständen (Türklinke, Besteck usw.) übertragen. Nach einer Ansteckung mit dem Grippevirus bricht die Krankheit im Durchschnitt innerhalb von 48 Stunden aus. Infizierte Personen bleiben bis zu fünf Tage nach Auftreten der ersten Symptome ansteckend (bei Kindern bis zu sieben Tage).

Typischerweise beginnt die Grippe plötzlich mit hohem Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, starker Müdigkeit, allgemeinem Unwohlsein und Atemwegssymptomen wie trockenem Husten und laufender Nase. Die Erkrankung dauert in der Regel etwa eine Woche, ein Müdigkeitsgefühl kann jedoch drei bis vier Wochen anhalten. Auch trockener Husten kann etwa zwei Wochen fortbestehen.

Die Grippe wird häufig als harmlose Erkrankung angesehen, was bei jungen, gesunden Menschen meist zutrifft. Sie kann jedoch schwere Komplikationen verursachen und sogar tödlich verlaufen, insbesondere bei gefährdeten Personen wie älteren Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen, Schwangeren, Menschen mit Adipositas oder Säuglingen. In Luxemburg stehen diese Gruppen daher besonders im Fokus der jährlichen Grippeimpfkampagnen.

Mögliche Komplikationen sind insbesondere:

  • direkt durch das Virus verursachte Komplikationen: virale Lungenentzündung, Myokarditis usw.;
  • Komplikationen infolge einer bakteriellen Superinfektion, etwa eine schwere Lungeninfektion (Pneumonie).
  • Verschlechterung einer bereits bestehenden chronischen Erkrankung (Diabetes, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Herzinsuffizienz, chronische Nierenerkrankung, Mukoviszidose usw.)

Die Behandlung der Grippe umfasst Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Einnahme von Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen (Antipyretika).

In bestimmten Situationen kann der behandelnde Arzt ein spezifisches antivirales Medikament gegen Grippe verordnen. In diesem Fall ist die Behandlung wirksam, wenn sie innerhalb von zwei Tagen nach Auftreten der Symptome begonnen wird.

Die große Mehrheit der schweren Fälle, die auf Intensivstationen behandelt werden, weist einen Risikofaktor auf. Die Impfung bleibt daher die bevorzugte Maßnahme zur individuellen Vorbeugung für Risikopersonen.

Die Anwendung von Schutzmaßnahmen ist ebenfalls unerlässlich, um sich selbst und andere zu schützen.

Generell sind die grundlegenden Hygieneregeln in Erinnerung zu rufen. Das Grippevirus wird hauptsächlich über die Luft, aber auch über Hände und kontaminierte Gegenstände übertragen.

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