Blöd? Mit dem Rauchen anzufangen ist noch blöder

Jedes Jahr am 31. Mai begehen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ihre Partner den Weltnichtrauchertag, klären über die mit dem Tabakkonsum verbundenen Gesundheitsrisiken auf und fordern eine wirksame Gesundheitspolitik, um den Tabakkonsum zu reduzieren.

Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums in der Welt

Rauchen ist weltweit die häufigste vermeidbare Todesursache und derzeit für den Tod von 10 % der Erwachsenen weltweit verantwortlich. Nach Angaben der WHO fordert die globale Tabakepidemie jedes Jahr fast 6 Millionen Todesopfer, von denen mehr als 600.000 Nichtraucher sind, die dem Passivrauchen zum Opfer fallen.

Von den umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums sind diejenigen, die auf eine Reduzierung der Nachfrage abzielen, wie Werbeverbote, Rauchverbote an öffentlichen Orten, Hilfe bei der Raucherentwöhnung und Preispolitik, besonders wirksam, um das Rauchen und damit die tabakbedingte Mortalität und Morbidität zu senken.

Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums in Luxemburg

Luxemburg hat das WHO-Rahmenübereinkommen zur Bekämpfung des Tabakkonsums seit 2005 ratifiziert und aktiv an der Erarbeitung der jüngsten EU-Richtlinie über Tabakerzeugnisse mitgewirkt.

Die Prävention des Rauchens bei Jugendlichen ist eine Priorität der öffentlichen Gesundheit in Luxemburg. Das Ministerium für Gesundheit unternimmt daher alle notwendigen Anstrengungen, um wirksame Präventionsmaßnahmen einzuführen, wie zum Beispiel Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die gesamte Öffentlichkeit und erzieherische Maßnahmen, insbesondere durch Interventionen in Schulen.

Die Maßnahmen im Bereich der Gesetzgebung sind zahlreich. Ein entscheidender Moment war das Inkrafttreten des neuen Anti-Tabak-Gesetzes vom 18. Juli 2013 am 1. Januar 2014, mit dem das Gesetz zur Bekämpfung des Tabakkonsums vom 11. August 2006 verschärft wurde, vor allem durch eine Ausweitung des Rauchverbots in Gaststätten mit Ausschank und Diskotheken, die insbesondere von Jugendlichen besucht werden.

Nationaler Tabakplan

Der im Jahr 2009 erstellte „Nationale Tabakplan“ unterstreicht die Notwendigkeit eines sektorübergreifenden Präventionsansatzes, bei dem alle im Bereich der Prävention tätigen Akteure mobilisiert werden. Die in diesem Plan festgelegten Interventionsprioritäten sind die Reduzierung des Rauchens bei Jugendlichen, der Schutz vor Passivrauchen und die Unterstützung bei der Tabakentwöhnung. Die derzeit laufenden Arbeiten zur Überarbeitung des „Tabakplans“ werden eine Bewertung der seit 2009 durchgeführten Maßnahmen sowie eine Analyse der Auswirkungen der neuen Gesetzgebung auf das Verhalten der Raucher sowie auf die Zufriedenheit, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung beinhalten.

Umfrage zum Thema Rauchen

Jedes Jahr wird von der Fondation Cancer in Luxemburg eine Umfrage zum Thema Rauchen durchgeführt: Aus der Umfrage von 2013 geht hervor, dass:

  • 21 % der Bevölkerung rauchen;
  • 6 von 10 Rauchern gerne aufhören würden;
  • 19 % der Raucher ihren Konsum gerne reduzieren würden;
  •  das „Shisha“-Phänomen mit 21 % vor allem junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren betrifft.

E-Zigarette

Die E-Zigarette ist ein weiteres besorgniserregendes Phänomen, vor allem bei Jugendlichen, bei denen sie zu einem Trendprodukt geworden ist. Da es keine Daten über den Prozentsatz der Nutzer gibt und keine ausreichenden Erkenntnisse über die langfristigen Gesundheitsrisiken dieses Produkts vorliegen, gibt es hier viele Fragen. Mehrere im Ausland registrierte Vergiftungsfälle, die hauptsächlich durch E-Flüssigkeit verursacht wurden, haben gezeigt, dass die E-Zigarette nicht ungefährlich ist. In Erwartung der Ergebnisse der derzeit im Ausland laufenden Studien über den genauen Grad der Schädlichkeit dieses Produkts hat der Gesundheitsminister auf seiner Website eine Warnmeldung veröffentlicht.

Forschungsprojekte

Das CRP-Santé führt derzeit mehrere Forschungsprojekte zur Gesundheit der luxemburgischen Bevölkerung durch, mit denen die Prävalenz des Tabakkonsums bei der luxemburgischen Bevölkerung und seine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit gemessen werden können:

  • Health Examination Survey - EHES;
  • European Health Interview Survey - EHIS;
  • Health Behaviour in School-aged children - HBSC usw.

Informationsmaterial - Initiativen

Die Kampagne besteht aus mehreren Initiativen:

  • Es wird ein Fotowettbewerb „Selfies“ veranstaltet (bei dem es darum geht, dass es die falsche Wahl ist, mit dem Rauchen anzufangen, dass „Rauchen nicht sexy, attraktiv oder erwachsen macht, sondern vorzeitig altern lässt, einen grauen, fahlen Teint verleiht, krank und süchtig macht“). Die Preisverleihung findet Ende Juni statt; als Geschenk winken mehrere Eintrittskarten für das Festival Rock & Field.
  • Eine virtuelle Plattform „stupidworldcup.lu“ wird die Teilnehmer des Selfie-Wettbewerbs, die sich auf diesem Wege ausdrücken können, willkommen heißen.
  • Plakate werden in Gymnasien, Gemeinden, Arztpraxen, Apotheken, Kliniken und Krankenhäusern, Pflegeheimen, sozialmedizinischen Zentren, einigen anderen Ministerien und verschiedenen NGOs/Vereinigungen verteilt.
  • Bushaltestellen werden zwischen dem 3. und 9. Juni plakatiert.
  • Auf der Facebook-Seite „healthy & friends“ werden „Posts“ veröffentlicht, um die Öffentlichkeit zu informieren und sie zur Teilnahme am Wettbewerb einzuladen.

Spots

Radiospots - Neues Anti-Tabak-Gesetz

Radiospot 1 - Neues Anti-Tabak-Gesetz (Video/Audio)

Spot 1

Radiospot 1 - Neues Anti-Tabak-Gesetz (Video/Audio)

Spot 2

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